Fortbildungen mit Susanne Keßler:

Sa. 03.03.2012 von 14:00-18:00 Uhr
Das fällt mir was auf! Kindliche Sinneswahrnehmung im Alltag fördern (s. Fortbildungsprogramm S.14)

Individuelle Beratung zur Förderung einzelner Tageskinder:

Hintergrund
Die kindliche Entwicklung vollzieht sich in den ersten Lebensjahren in einem rasanten Tempo. Parallel, auf verschiedenen Ebenen bilden sich die Grundlagen für spätere Fähigkeiten und Kompetenzen heraus – z.B. Sinneswahrnehmung und Verarbeitung von Reizen, Grob- und Feinmotorik, soziale und emotionale Entwicklung, Spracherwerb etc. Viele Entwicklungen sind dabei so grundlegend, dass ihre Korrektur in späteren Jahren nur teilweise oder in bestimmten Bereichen gar nicht mehr möglich ist. Während Fehlentwicklungen in den ersten Jahren oft sogar mit recht einfachen Mitteln erfolgreich korrigiert werden können.

Um späteren Einschränkungen und Behinderungen vorzubeugen ist es deshalb besonders wichtig in den ersten Lebensjahren Fehlentwicklungen zu entdecken und sie zu korrigieren. Allerdings ist es für Laien mitunter schwierig, Fehlentwicklungen eindeutig zu erkennen und sie von einer „normalen“ Entwicklungsverzögerung zu unterscheiden. Viele Eltern neigen zudem dazu Auffälligkeiten an ihren Kindern liebevoll zu übersehen.

Das Angebot
Die Kindertagespflege bietet hier eine große Chance. Tagespflegepersonen sehen in ihrer Tätigkeit viele verschiedene Kinder im gleichen Alter und haben so „Vergleichsgrößen“, die vielen Eltern fehlen. Durch das Angebot der heilpädagogischen Fachberatung können Sie zudem eine Fachkraft hinzuziehen, die den Besonderheiten eines Tageskindes auf den Grund geht.

Frau Keßler teilt gern ihr Wissen über die kindliche Entwicklung und gibt methodische Anregungen zu Spiel- und Fördermaterialien. Sie spricht mit Tagespflegepersonen und den Kindeseltern über die Besonderheiten einzelner Tageskinder und informiert ggf. über Fördermöglichkeiten und weitere Unterstützungsangebote.

Jede Tagespflegeperson kann die Fachberatung
kostenfrei in Anspruch nehmen!


Ihnen fällt beispielweise an einem Tageskind auf,

  • dass es in seiner körperlichen Entwicklung nicht so weit ist,
    wie Sie es von anderen Gleichaltrigen kennen,
  • dass es Bewegungen/Bewegungsabläufe anders organisiert als andere Kinder,
  • dass es sich in bestimmten Situationen sehr eigenartig verhält oder
  • dass es in seinem Verhalten nicht adäquat auf altersgerechte Erziehungsmethoden reagiert


Kontakt über „Das FamS”
Dann nehmen Sie Kontakt zum „Das FamS” auf und teilen Sie einer Mitarbeiterin Ihre Beobachtungen mit. Im Gespräch wird abgeklärt, ob eine heilpädagogische Fachberatung angebracht ist. Wenn dies der Fall ist, wird Ihre Anfrage zur Kostenübernahme an den Fachbereich Kinder, Jugend und Familie weitergeleitet und anschließend Frau Keßler über den Fall und Ihre Kontaktdaten informiert. Frau Keßler meldet sich dann direkt bei Ihnen und bespricht alles Weitere.

Für die Fachberatung stehen zunächst ca. 2 Stunden zur Verfügung. Die Kontingentstunden sind begrenzt.

Elterninformation
Wenn Frau Keßler in eine Tagespflegestelle kommt, um ein Kind zu beobachten, sind im Vorfeld alle Eltern darüber zu informieren. Dazu können Sie diese Ankündigung herunterladen und als Aushang nutzen.

Zudem müssen die betroffenen Eltern sich damit einverstanden erklären, dass Frau Keßler sich ihr Kind besonders ansieht. Dazu ist eine unterschriebene Einverständniserklärung erforderlich. Einen entsprechenden Vordruck können Sie hier herunterladen.

Die Fachberatung ist ein präventives Angebot des KöKi e.V. Sie findet in enger Zusammenarbeit mit dem Zentralen Familien-Service-Büro Braunschweig („Das FamS”) statt. Mehr über den gemeinnützigen Verein KöKi und seine Angebote erfahren Sie unter www.koeki.de